Partner ohne Kinderwunsch

Jede funktionierende Beziehung beruht nicht nur auf Gemeinsamkeiten, sondern auch auf der Fähigkeit und Bereitschaft beider Partner, Kompromisse einzugehen. Was bei der Wahl des Autos oder Urlaubsziel oft schon schwierig erscheint, stellt die Liebe auf eine harte Belastungsprobe, wenn die Frage nach Kindern im Raum steht. In vielen Fällen hegen Frauen einen mehr oder weniger innigen Kinderwunsch, während ihre Partner sich in dieser Frage noch nicht festlegen möchten oder generell kein Interesse an Nachwuchs haben. Wer ein eigenes Kind haben möchte, wird daher oft vor die herzzerreißende Entscheidung gestellt, eine Beziehung zu beenden oder einen Lebenstraum für immer zu begraben.

Warum zieren sich so viele Männer?
Natürlich existieren zahlreiche Paare, bei denen „Er“ gerne Vater werden möchte und „Sie“ kein gesteigertes Interesse an den Strapazen und Einschränkungen von Schwangerschaft und Säuglingspflege zeigt. In der Regel wünschen sich jedoch Frauen, Mütter zu werden, während Männer Babygeschrei, vollen Windeln und Arztterminen lieber aus dem Weg gehen würden. Da bei Männern die „biologische Uhr“ naturbedingt keine große Rolle spielt, sehen diese zudem oft keinen Grund für eine rechtzeitige konkrete Familienplanung. Wissenschaftliche Studien belegen weiterhin, dass Frauen Babys tendenziell als Lebensmittelpunkt ansehen, während für ihre Partner die harmonische Paarbeziehung im Vordergrund steht. Biologie und Erziehung spielen in dieser Frage somit eine entscheidende Rolle und lassen sich nur bedingt beeinflussen.

Überreden, Quengeln und Manipulieren
Bei diesem Thema sollte schon früh Klarheit in der Beziehung herrschen. Hier helfen aber nur offene Kommunikation und die Bereitschaft, die Ansichten des Partners ernst zu nehmen und Bedenken gemeinsam zu besprechen. So manche versucht stattdessen mit allgemeinen Bemerkungen und Nebensätzen, den Mann oder Freund allmählich umzustimmen. Die meisten Männer durchschauen jedoch derlei Manipulationsversuche und reagieren zu Recht genervt oder defensiv. Auch wenn manche Zeitgenossen ihre Meinung freiwillig ändern, trifft ein Großteil die Entscheidung gegen Kinder bewusst und nach reiflicher Überlegung, wogegen auch kein Bitten und Betteln hilft. Manche Partnerinnen legen dies wiederum als Egoismus und mangelnde Wertschätzung ihrer Person aus. Ehrliche Gespräche ohne Vorwürfe oder Witzeleien bleiben somit die einzige Möglichkeit, sich über die Gesamtsituation klar zu werden.

Keine falschen Hoffnungen
Die Entscheidung, eine erfüllende und beglückende Liebschaft zu beenden, weil der Partner oder die Partnerin keine Kinder möchte, ist sehr schwer und mit vielen belastenden Emotionen verbunden. Deshalb hoffen viele Frauen jahrelang auf eine Meinungsänderung und interpretieren jedes kleine Anzeichen darauf in ihrem Sinne. Ihren Partnern fällt es aus verständlichen Gründen ebenfalls oft nicht leicht, unmissverständlich klar zu machen, dass aus dieser Beziehung garantiert kein Nachwuchs hervorgehen wird. Dieses Dilemma ist oft kaum zu lösen, da jeder individuell zu der Entscheidung zwischen dem aktuellen Partner und einer potenziellen Familie gelangen muss. Oft hilft hier nur professioneller Beistand durch Berater oder Therapeuten, da auch der Verzicht auf Kinder für viele Betroffene einen lebensverändernden Einschnitt bedeutet.

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