Was tun gegen die Angst vor Spinnen?

Auch wenn die Achtbeiner sogar als Haustiere im Terrarium gehalten werden können, machen viele Menschen lieber einen großen Bogen um Spinnen aller Art, was sich bis zur panischen Angst steigern kann. Gartenarbeit und Picknicks werden für Spinnenphobiker zur Tortur und sollte sich doch eins dieser Geschöpfe in ihre Nähe verirren, werden diese von Schweißausbrüchen, Zittern und Weinkrämpfen befallen, bis sich jemand erbarmt und das Tier entfernt. Dabei können einheimische Spinnenarten dem Menschen absolut nichts anhaben und generell sind nur wenige Spinnen groß und giftig genug, um eine reale Gefahr darzustellen. Welche Ursachen kann also diese Spinnenphobie haben und welche Maßnahmen können Betroffene ergreifen, um damit klarzukommen?

Die Forschung ist sich nicht einig, weswegen ausgerechnet Spinnen bei manchen Menschen irrationale Angstzustände verursachen. Mögliche Erklärungen werden im fremdartigen Aussehen der Krabbler gesucht, die sich zudem schnell und unberechenbar bewegen und scheinbar aus dem Nichts auftauchen können. Allerdings trifft diese Beschreibung auch auf andere Insekten zu, die wesentlich seltener Angst auslösen. Auch genetische Ursachen werden von vielen Wissenschaftlern ausgeschlossen, da selbst unsere Vorfahren kaum Gründe hatten, ausgerechnet vor Spinnen panisch zu fliehen. Zudem gibt es kulturelle Unterschiede: Nicht überall wird die Spinne als unheimliches, gefährliches Lebewesen gesehen; manche Völker betrachten sie eher als nützliche, sogar weise Kreatur. Wahrscheinlicher erscheint daher die Theorie, dass Kinder die Spinnenangst über das Vorbild ihrer Eltern übernehmen. In jedem Fall haben der Mensch und das allgegenwärtige Tier seit jeher eine besondere Beziehung.

Spinnen lösen bekanntlich bei vielen Menschen Ekel und Unbehagen aus. Problematisch wird dies allerdings erst, wenn das normale Leben durch die Spinnenangst in Mitleidenschaft gezogen wird, etwa wenn Fenster stets geschlossen bleiben müssen. Manche der Betroffenen wagen es beispielsweise auch nicht mehr, Obst im Supermarkt zu kaufen, da sich ja Krabbelgetier darunter verbergen könnte. Versuche, die Angst in Eigeninitiative mit einer Art Schocktherapie zu überwinden, scheitern oft und verstärken die Panik noch zusätzlich. In diesen Fällen hilft oft nur eine professionelle Therapie, in der die Angst Schritt für Schritt abgebaut wird. Nach und nach werden die Betroffenen mit immer stärkeren Angst auslösenden Reizen konfrontiert und machen dabei die Erfahrung, dass sie die Angst aushalten können und dass keinerlei konkrete Gefahr besteht. Auch spezielle Entspannungsübungen helfen beispielsweise dabei, die körperlichen Symptome in den Griff zu bekommen. Dabei ist es entgegen gängigen Vorstellungen meist nicht nötig, etwa eine handtellergroße Vogelspinne zu streicheln, um als „geheilt“ zu gelten. Das Ziel dieser Behandlung liegt vor allem darin, dass die Betroffenen ihren Alltag wieder ohne irrationale Panikattacken meistern können.

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